…Banana…

Ab und zu gibt es giftige Erlebnisse.
Ich fand die Idee vom Plötzensee ganz schön.
War vor Jahren abends mal da.

Gut mit dem Rad zu erreichen, schöne Strecke an der Spree entlang.

Hab gleich als wir da waren schlechte Laune bekommen.
Aus dem Nichts heraus.
Komisch.
Unsere Nachbarn waren mit Bier und Zigaretten und stressiger Musik.
Warum so wegknallen am See?

Im See bin ich dann selber ganz giftig geworden.
Warum ist das Wasser denn so grün?
Bin an das erholsame, klare Wasser vom Liepnitzsee gewöhnt.
An den wunderschönen Türkiston dort.

Und wollte gleich wieder raus.
Wir haben dann die Stelle gewechselt, weg von den Nachbarn.
Da roch das Wasser und hat geblubbert.

Mein Mädchen hat sich nochmal kurz reingewagt und kam vollbehangen mit Algen wieder raus.
Und tiefem Ekel.
Selbst da hat es noch nicht geklingelt bei mir…

Als später ein Hautausschlag dazu kam hab ich es geschnallt.
Blaualgen!
Hab schon von denen gehört und noch nie welche getroffen.

Die sind krass!
Voll ausgeknockt danach.
Müde und mit richtig schlechter Laune.
Richtig giftig.

Und ganz interessant wie ein Toxin so spürbar und präsent im Wasser, in den Leuten, in der Musik, in der Atmosphäre, in den Gesprächen ist.
Wir wir versuchen das zu ignorieren und uns dabei vergiften.
Wie Schlechtes nicht da sein soll.
Und doch gibt es schlechtes, böses, giftiges.
Für ein Gleichgewicht?

Nur die Strecke an der Spree entlang ist wirklich wunderschön.

Beitragsbild: „Mesmerizing images created from plastic found on the beaches of Hong Kong“ via Erica Jago und via Feature Shoot

von

hallo! Ich bin Katrin. In unserer dualen Welt gibt es immer wieder sehr magische Momente, in denen sich der unendlich weite Raum öffnet. Diesen Raum möchte ich mit Worten, Bildern und Musik erforschen, berühren und beschreiben.

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