Raum, Zeit und Magie

Wie vergeht Zeit? Wann ist eine Stunde vorbei? Was ist eine Stunde? Wann folgt auf den Frühling der Sommer? Und die Blüte ist vorbei.
Ich bin jetzt im Moment, in einer Erfahrung.
Und schon ist sie Vergangenheit, die ich mir für die Zukunft wieder wünsche oder anders vorstelle.

Ich versuche in Gedanken eine Erfahrung zu ändern als ob sie sich ändern lässt indem ich darüber nachdenke und den Punkt finde, an dem es vielleicht anders hätte laufen können.
Bedauern und Nachtragen kann hier seinen Anfang nehmen.

Nicht Verzeihen können auch.
Der Groll läuft mit und färbt die Wolken grau und schwer.

Und wird die Wolken auch morgen grau färben.

Wie beeinflusst mich das, was meine Großmutter vor 80 Jahren erlebt hat?
Auch wenn sie heute schon tot ist.
Und welche Auswirkung hat das auf meine Tochter?

Dieser magische Moment im Film Arrival wenn die Zeit als Hauptperson auf die Bühne tritt.
Und ich aufwache vom sich dahinziehenden Geschehen.
In der Schwere-und Zeitlosigkeit von Wesen nichtmenschlicher Herkunft.
Getragen von Max Richters Musik.

Und Amy Adams ihre Tochter und das Weiterbestehen der Menschheit in die Zukunft träumt.
Nicht bei Carlos Castaneda oder einem Schamanen im Amazonas, sondern in einem US Film.
Quantenphysik auf der Leinwand, sie verändert den Lauf der Dinge durch das was sie träumt und wie sie dem Traum, dem Raum und der Zeit vertraut.

Ein schöner, revolutionärer Film.
Auch dass die nicht-menschlichen Wesen, die Fremden, den Erdbewohnern wohlgesinnt sind eine Revolte in Hollywood.

Wie habe ich meine Tochter geträumt die im Traum doch ein Junge war?
Weniger rötlich.
Und doch ihre Augen.
Und wie habe ich unsere Wohnung geträumt mit dem klaren Bild vom Baum im Hof?

Wie kann ich in etwas vertrauen dass sich so zeitlos in mir zeigt?
Und doch vertraue ich.

Manchmal träume ich noch von ihm.
Wenn ich wach bin.
Und ich weiß in welchem Cafe er sitzt.
Das bewahrt mir meine Alltagsruhe.

Er glaubt nicht an Träume.
Und kann an der Magie nicht teilhaben.
Und es bricht mir jedes Mal das Herz.

Meine Träume schützen mich.
Meine Intuition die ich aus dem Raum lese, führt mich sicher durchs Leben.
Gefährlich wird es wenn ich zweifle, mich in Frage stelle und meinem Gegenüber mehr vertraue als mir.

Ich träume von den riesigen Pferden, ohne dass ich dafür den Ort wechseln oder die U-Bahn nutzen müsste.
Es war so oder es wird so sein.
Wo es in der Zeit liegt ist nicht so wichtig, vielmehr die Bewegung an sich.

Eine Welle die immer wieder an den Strand klatscht.



von

hallo! Ich bin Katrin. In unserer dualen Welt gibt es immer wieder sehr magische Momente, in denen sich der unendlich weite Raum öffnet. Diesen Raum möchte ich mit Worten, Bildern und Musik erforschen, berühren und beschreiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.