ein Nein und seine wohltuenden Wellen

Sie sagt Nein.
Sie mag das nicht.
Ich bin nicht dein.
Ich bin mein.
Ganz allein.

Weder vernascht und danach beleidigt.
Noch angepisst ohne Grund.
Nicht Worte verdreht im Mund.
Schuld, subtil und doch sehr wirksam.
Vom Zweck geheiligt.

Ein Spiel bei dem niemand gewinnt.
Auch nicht der, der gewinnt.
Ein Spiel ist dazu gedacht gespielt zu werden.
Mit diesen Strategien ist es vorbei.
Kein Spiel mehr.

Außer sie ist freundlich und sagt ja.
Zu dem Machtspiel.

Zu lange gespielt.
Mich immer verloren.
Auf mein Leben, meinen Körper, meinen Frieden gesetzt.
Nur nicht mehr zuletzt.

Menschen kennen so ein Nein nicht gut.
Drehen durch und holen alles raus was drin ist.
Nicht freundlich.
Und doch so menschlich.
Ich verstehe den Schmerz der Ablehnung und doch ist es eine Verwechslung, ein erfundener Schmerz um wichtig zu bleiben.
Um beim Ja zu bleiben das doch oft nur Schein ist.
Denn kein Ja ohne Nein.

Ein Atemzug, ich nehme Abstand und lasse los.
Sitze nicht mehr mit auf dem Floß,
dem brüchigen.

Kräftige Züge unter Wasser sind ein Genuss.
Kein Muss.
Ich tauche ab und drehe um.

Treffe Wale und Frösche.
Sie streifen an mir lang.
Still und zu ewigem Spiel bereit.

Photocredit: Jürgen Teller, Martin Gropius Bau Berlin, 2017



von

hallo! Ich bin Katrin. In unserer dualen Welt gibt es immer wieder sehr magische Momente, in denen sich der unendlich weite Raum öffnet. Diesen Raum möchte ich mit Worten, Bildern und Musik erforschen, berühren und beschreiben.

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