Experiment mit leuchtend roter Erde.

Das Pink, das zum Vorschein kommt leuchtet unter der Schale. Ich schäle sie bedächtig und wie eine sich schlängelnde Luftschlange ab.
Meine Finger sind sofort rot und es riecht nach feuchter Erde.
Die rote Farbe der Rübe ist übrigens ein Resultat der Weiterveredelung im 19. und 20. Jahrhundert.
Es gibt sie auch als gelbe Rübe oder in einer rot-weißen Variante.
Rote Beete kam mit den Römern nach Mitteleuropa. Wahrscheinlich stammt jedoch sie aus Nordafrika.

Bei uns hat die Rübe Saison zwischen September und März.
Das gesunde Gemüse enthält Vitamin-B, Kalium, Eisen und vor allem Folsäure.
Der reiche Gehalt an Betain schützt Leber und Galle. Außerdem schützt Betain indierekt die Herzkranzgefäße.
Und Rote Beete soll Alzheimer entgegen wirken und vor Krebs schützen.
Sie erhöht den Serotoninspiegel und macht sehr glücklich.

Vor allem aber schmeckt sie gegrillt köstlich!

Das erdige Pink der Rübe vermischt sich mit den crèmefarbenen Kichererbsen, mit Zitronensaft, Tahini, Olivenöl, Salz und Pfeffer.
Knoblauch mag ich nicht, ich mahle stattdessen Kreuzkümmel im Mörser.
Der Duft ist intensiv, warm und stechend und es stimmt, dass er auch an Schweiß erinnert.
Der Geschmack passt super zur Erde.
Bisschen Wasser dazu und dem Mixer den Rest überlassen, bis der Rote Beete Hummus die perfekte cremige Konsistenz hat.
Am liebsten mit frisch gebackenem Brot, Olivenöl und geröstetem schwarzen Sesam drauf.

Beitragsbild: Illustration Katrin Pauline Müller, Januar 2018

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hallo! Ich bin Katrin. In unserer dualen Welt gibt es immer wieder sehr magische Momente, in denen sich der unendlich weiter Raum öffnet. Diesen Raum möchte ich mit Worten, Bildern und Musik erforschen, berühren und beschreiben.

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