New feminism

Welche Art von Frau möchte ich sein?
Was bedeutet Weiblichkeit?

Was ändert sich für Frauen, wenn Geschlechterrollen immer fließender und Bildung immer selbstverständlicher ist?
Ändert sich tatsächlich etwas oder ist es nur ein gerechtes Theater?

Wie vereinbare ich meine selbständige Arbeit, meine Rolle als Mutter, mein Streben nach Verbindung, meine Sehnsucht nach Unabhängigkeit und meinen Körper, der sich Lust und Genuss aus Bergen von Scham zurückerobert?

Wie gehe ich mit neidischen Ziegen um die ihren Schmerz auf mich richten?
Und mit Männern, die in sich zusammenfallen sobald ich selbstbewusster bin?

Ich wollte cool sein.
Mit all dem gesagten einfach cool sein.
Dass mich nichts davon berührt.
Unverletzlich um genau zu sein.

Das habe ich mir als Kind geschworen.
Als meine Brüste anfingen weh zu tun sobald ich auf dem Bauch lag und der Freund meines Vaters sich empörte, weil ich mit Shorts und gespreizten Beinen entspannt auf dem Sofa saß.
Und diese abartigen Schmerzen und Krämpfe im Unterbauch mit denen ich nicht mehr laufen konnte.
Darüber habe ich niemals mit irgendjemandem gesprochen.

Es gibt einen Haken…
Wenn ich cool bin, kann ich nichts von Arbeit, Mutter und Lust sein.
Ich werde selbst eine Ziege, die auf der Weide steht und versucht mit Allen, egal welchen Geschlechts ohne Stress klar zu kommen.
Und das ist nervtötend und verlogen.
Trotz aller Höflichkeit total getrennt.

Durch die Presse geistern Wörter wie Tiger-Women, Womanomics, Female-Shift,Konnektivität…
Und Mutter Erde ächzt.

Weiblichkeit hat für mich viel mit meinem Körper zu tun.

Welche Empfindungen spüre ich und wie beziehe ich mich auf die Empfindungen?
Wie weich und passiv erlaube ich mir zu sein? Wie stark macht mich das Erlauben?
Wie sinnlich und empfänglich?
Wie lebendig fühle ich meine Vagina und die Cervix?
Dieses Tor zu Leben, Lebendigem, Kraft, Raum und Stille?

Die Sexologin aus Neuseeland, Olivia Bryanthat Anfang 2016 mit ihrem fb-Programm „Awakening the Cervix“ Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet.
Wobei sie nicht die Erste ist…Silja Rehfeld, Hebamme aus Berlin unterrichtet das seit Jahren.
Und die Berliner Journalistin Jana Petersen schreibt darüber klare, sensible Artikel.
Drei sehr unterschiedliche Frauen…
Drei starke und wache Frauen.
Mit viel männlicher Qualität.
Auch das kann sehr weiblich sein.

Ich bin eine ziemlich coole Frau wenn ich weich und entspannt bin. Und glücklich dazu.
„You walk like a swagger“ wie mir eine australische Freundin kürzlich begeistert entgegenwarf, als ich auf sie zu stolzierte ohne mein Becken zusammenzuhalten.

Und die unterschiedlichen Anteile in mir sind dann verbunden als ob sie nie getrennt waren.
Und in mir gibt es genug Raum für all das und für noch viel mehr.

von

hallo! Ich bin Katrin. In unserer dualen Welt gibt es immer wieder sehr magische Momente, in denen sich der unendlich weiter Raum öffnet. Diesen Raum möchte ich mit Worten, Bildern und Musik erforschen, berühren und beschreiben.

Kommentare (2)

  1. Very Nice-I Like!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.