Schlagwort: Poesie

Töne fliegen wie Vögel.

Die Tram ist voll mit Menschen und schwankt aufgeregt vor und zurück. Wir laufen in Schwarm und Schlange durch die kalte Luft, an der Spree entlang die im Dunkel liegt. Wie früher bei Nachtwanderungen auf einem Pfad. Das Funkhaus haut mich jedes Mal um. Ich…

welche Frequenz ich wähle.

Angst, überall Angst. Angst klebt in der Luft und in den Augen der Menschen. Flache Atmung, feuchte Hände und ein verknoteter Bauch. Menschen distanzieren sich. Menschen schüchtern andere Menschen ein. Menschen verteidigen und erklären sich. Die Angst überall lässt mich manchmal verzweifeln. Dann spüre ich…

wie Motten ins Licht.

Glücklich. Ganz ehrlich. Nicht versteckt und nicht bedeckt. Strahlend ansteckend. Glücklich. Wie der Vollmond im November. Voll und rund. Hell und im Moment. Dankbar. Mutige Menschen. Die weitergehen mit Schmerz. Und ihrer Angst davor. Dankbar. Kraftvolle Menschen. Doppelter Espresso. Leuchtend. Nicht versteckt und nicht bedeckt.…

ewig

Ein paar Jahre atmen ist ein kaum hörbares Seufzen in meiner ewigen Seele. Und erleichtertes Platz nehmen auf dem Liegestuhl, das Gesicht Richtung Sonne. Beitragsbild: Katrin Pauline Müller

Augen suchen

Spüre Erinnerungen in mir. Klar wie nie zuvor. Bilder fehlen. Das verwirrt mich. Ich suche nach passenden Bildern. Und höre Geräusche. Rieche. Spüre Empfindungen auf der Haut und tiefer. Wie wichtig sind Bilder? Brauche ich Bilder zur Klarheit? Als Beweis? Meine Augen suchen. Es ist…

Wasser

Glasklar. Eine Scheibe die nicht geputzt ist. Eine Scheibe wie eine Welle im Ozean. Voller Bewegung und Untergang. Aufs Neue. Ich lass mich mitnehmen. Aufs Neue. Lass mich berühren. Immerzu. Und es bringt mich an Land. Angespült mit Erfahrung, mit Erkenntnis und mit Dankbarkeit. Ein…

Lüge

Zwei Richtungen ziehen in mir. Beide stark. Ins Licht oder zum Schatten hin? Als ob Licht die Hölle und Schatten die sichere Höhle. Und es bleibt eine Lüge. Beitragsbild: Katrin Pauline Müller, 2017

Mittendrin

Mittendrin. Ohne etwas zu tun. Ohne einzugreifen. Da sein. Bei mir sein. Glücklich. Alle sehen, wie sie sind. Ohne etwas zu tun. Ohne einzugreifen. Alles da in diesem Raum. Spiel, Chaos, Terror, Schmerz. Menschen, Kraft, Wille. Wesen, Unterstützung, Feuer. Musik. Tiefe Schönheit. Beitragsbild: Katrin Pauline…