Wir sind alle kreativ

Für mittwochs.online habe ich einen Text über die Arbeit meiner Freundin Barbara Droubay geschrieben.
Sie ist einer der großzügigsten Menschen die ich kenne und sie bietet Menschen die Möglichkeit, Wege zu finden, um ihre ganz individuellen Qualitäten und Gaben zu verwirklichen.
Um diese dann der Welt zum Geschenk zu machen.

Der große leere Raum in Berlin-Prenzlauer Berg vibriert und die Luft ist dichter und spürbarer als sonst. Neben mir atmet jemand hörbar aus. Irgendwo im Zimmer gähnt ein Mann herzhaft und viele im Raum stimmen automatisch mit ein. Schnell wird aus dem Gähnen eine Melodie. Ein paar Leute lachen. Sei es aus Verlegenheit oder vor Glück. Denn beides kann sich einstellen, wenn ich mir meiner Körperlichkeit wieder bewusster werde. Eine Reise in Körperempfindungen, ist eine Reise in ein unbekanntes Land. Und gleichzeitig ist es eine Reise zurück nach Hause. Ich finde, es ist eine Reise in unser kreatives, intuitives und kraftvolles Selbst.

Fremde Länder sind oft näher als gedacht

Barbara nimmt uns mit in alle möglichen Welten. Sie appelliert immer wieder an unsere Atmung und zeigt uns die daraus resultierende größere Aufmerksamkeit. Sie erinnert uns an unsere Wünsche und an unsere Werte. Sie erinnert uns an das, was uns schon als Kind wichtig und wertvoll war. Es ist etwas, das wir alle kennen und wissen. Und gleichzeitig ist es etwas, das wir doch oft vergessen haben oder zumindest zeitweise ignorieren. Wir spielen Theater und ich erzähle der kleinen Gruppe, mit der ich spiele, wie meine ganz persönliche Geschichte mich geprägt hat. Ich erzähle, aus welchem Blickwinkel heraus, ich die Welt, die Menschen und das Leben betrachte. Es ist schnell klar, dass ich eine kollektive Geschichte erzähle.

Photo by Grit Siwonia

Zuhören gehört dazu!

Klar, erzähle ich über Worte und mit meiner Stimme. Auch mein Gesicht und mein Körper sind involviert. Doch Barbara richtet unsere Aufmerksamkeit immer wieder auf subtilere und weniger gebräuchliche Ebenen. »Was fällt euch am Körper auf? Am ganzen Körper!« »Wie fühlt sich euer eigener Körper beim Zuhören und beim Zuschauen an?« »Was fühlt ihr? Gibt es eine bestimmte Stimmung?« »Möchte die Person von etwas ablenken? Etwas verstecken?«

Ich erzähle viel über meinen Körper. Ehrlich gesagt, ist es spannend und schockierend, was ich bemerke. »Ein Teil in mir ist nicht deckungsgleich mit der Person, die ich aufgrund meiner Erfahrungen geworden bin!« Dieser Teil ist immer da und er möchte gesehen werden. Das ist nichts Neues. Ich bemerke das immer wieder. Doch die Deutlichkeit, die mir beim Spielen und vor allem durch das Bezeugen der anderen Menschen klar wird, ist ein gesunder Schock. Ich mag das Mädchen, das ich war. Sie sieht alles und sie spürt alles. Und es ist ok.

»Mal sehen, ob ich mich auch „digital“ mit meinem Körper verbinden kann«

Denn heute bin ich zuhause und ich versuche eins der Online-Trainings von Life Artists. Im Training, das ich auswähle, geht es darum, wie ich meine Arbeit genießen kann. Und ich finde, das ist ein echt wichtiger Punkt! Denn alles, was ich gerne mache, das mache ich gut. Die körperlichen Übungen zeigen, wie sehr Genuss und Freude eine körperliche Erfahrung sind. Und es braucht gar nichts Besonderes dazu! Mit Atmung, Bewegung, Aufmerksamkeit und Entspannung bin ich sofort wach, lebendig und glücklich. Danach trinke ich ein Glas Wasser und setze mich erfrischt zurück an meinen Schreibtisch. »Schreiben, geht immer! Weil ich es so gerne mag.«

Photo by Grit Siwonia

Mein Alltagstransfer

Ich bin auch beim Schreiben körperlich. Es geht gar nicht anders. Meine Finger tanzen über die Tastatur, meine Augen sehen die Worte am Bildschirm erscheinen. Meine Fußsohlen spüren die Holzdielen, auf denen sie aufliegen, mein Gehirn macht förmlich Knoten mit den Ideen und Bilder in meinem Kopf. Und mein Herz, mein Mund, mein ganzes Gesicht bis hoch zu den Augen, lachen gemeinsam vor Vergnügen. Mein Körper ist kreativ beim Schreiben.

Ich kann euch allen die Arbeit und die Forschung von Barbara Droubay sehr empfehlen. Meiner Erfahrung nach, ist sie – analog und digital – einer der Menschen, von denen ihr richtig gut über Körperwahrnehmung lernen könnt. Und zwar so, dass es Freude macht!

 

Hier erfahrt Ihr mehr über Life Artists und über Barbara. Und hier geht es zur Life Artists Community-Seite auf Facebook.

Die Photos sind von Grit Siwonia

von

hallo! Ich bin Katrin. In unserer dualen Welt gibt es immer wieder sehr magische Momente, in denen sich der unendlich weite Raum öffnet. Diesen Raum möchte ich mit Worten, Bildern und Musik erforschen, berühren und beschreiben.

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